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„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“…

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“…

…Diesen guten Rat haben sicherlich viele von Ihnen schon einmal gehört. Das ist allerdings momentan leichter gesagt als getan. Die klassischen Spareinlagen, die unsere Großeltern und Eltern favorisiert haben, bringen kaum noch Erträge. Gleichzeitig sorgt die Inflation dafür, dass unsere Einlagen an Wert verlieren. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Anlagen, lohnt sich Sparen trotzdem noch! Aber woran liegt es eigentlich, dass die Zinsen seit Jahren im Keller sind? Und welche Möglichkeiten haben Sparer noch, mehr aus ihrem Geld zu machen? Wir erklären es Ihnen:

Wer legt eigentlich die Zinsen fest?

In Europa ist die Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt a.M. dafür zuständig. Sie hat die Aufgabe, die Kaufkraft des Euro und die Preisstabilität im Euro-Währungsgebiet zu sichern. Sie verhindert, dass der Geldwert größeren Schwankungen unterliegt. Das Euro-Währungsgebiet umfasst alle EU-Länder, die den Euro als Zahlungsmittel eingeführt haben. Die Europäische Zentralbank steuert die Geldpolitik vor allem, indem sie die Höhe des Leitzinses festlegt. Das ist der Zinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum Geld bei der Europäischen Zentralbank leihen können. Dieser Leitzins liegt aktuell bei 0,0%. Der Einlagenzins liegt aktuell sogar im Minusbereich bei -0,4%. Banken zahlen also eine Art „Strafzins“ dafür, damit sie ihr Geld kurzfristig bei der EZB anlegen dürfen.

Die Banken und Sparkassen orientieren sich bei der Gestaltung der Konditionen für ihre Kunden an diesen Leitzinsen. Dies hat zur Folge, dass Kredite sehr günstig zu haben sind, während die Zinsen für Sparer nicht ganz so attraktiv werden.

Warum ist der Leitzins so niedrig?

Darüber kann man ganze Bücher schreiben, was auch diverse Male geschehen ist. Wir versuchen Ihnen hier einen Kurz-Überblick zu geben:

Das neidrige Zinsniveau liegt u.a. an der Finanzkrise, die mit der Pleite der Investmentbank „Lehman Brothers“ in den USA im September 2008 ihren Höhepunkt hatte. Grund für den Zusammenbruch war die geplatzte, sogenannte „Immobilien-Blase“ in den USA. Viele US-Bürger haben zuvor, obwohl teilweise kein Einkommen oder andere Sicherheiten zur Verfügung standen, Kredite für ein Eigenheim bekommen. Diese Kredite konnten sie dann irgendwann nicht mehr bezahlen. Die Häuser mussten zwangsversteigert werden und verloren massiv an Wert. Um mit diesen Krediten noch mehr Geld zu verdienen, haben die beteiligten Banken in komplizierten Verfahren risikoreiche Wertpapiere daraus gemacht und diese an andere Banken und Kunden weiterverkauft. So wurde aus der Immobilien-Krise eine Bankenkrise. Zu diesem Zeitpunkt vertrauten sich die Banken untereinander kaum mehr. Um das Bankensystem aufrecht zu erhalten, senkten die Notenbanken damals weltweit den Leitzins. Die Banken konnten sich dort Geld leihen und so weiterhin funktionieren. Im weiteren Verlauf kam jedoch noch hinzu, dass Deutschland, die USA und andere Industrieländer in einen wirtschaftlichen Abschwung schlitterten. Der Konsum brach ein, was vor allem für exportreiche Staaten wie Deutschland zum Problem wurde. Mit diversen Konjunkturprogrammen und günstigem Geld, versuchten die Staaten weltweit die Folgen der Wirtschaftskrise einzudämmen. Dazu kam noch die Griechenland-Krise und und und… Durch diese Maßnahmen kam die Wirtschaft zwar wieder auf die Beine, aber die Zinsen sind seitdem auf einem sehr niedrigen Niveau geblieben.

Aufgrund aktuell eher düsterer Wirtschaftsaussichten hat die EZB in Aussicht gestellt, diese Geldpolitik auch weiterhin verfolgen zu wollen.

Sparer können handeln

Das klassische Sparbuch oder vergleichbare Geldanlagen bringen also nicht mehr die gewünschten Erträge. Welche anderen Anlageformen stehen zur Verfügung? In jedem Fall empfiehlt sich bei der Geldanlage eine breite Streuung über unterschiedliche Produkte und Laufzeiten. Unter anderem können Anleger damit auch einen Schutz gegen die Inflation erreichen. Neben Tagesgeld, Festgeld und Sparanlagen, kommen auch der Kauf von Investmentfonds, Immobilien(fonds), Edelmetallen oder Aktien in Betracht. Grundsätzlich eignen sich Investitionen in Sachwerte (Aktien, Aktienfonds, Immobilien) als Mittel gegen die Inflation. Doch auch hier sollten Sie genau hinsehen. Wie die konkrete Aufteilung aussehen sollte, ist individuell sehr verschieden. Dies hängt von der Höhe Ihres Vermögens, aber natürlich auch von Ihrer persönlichen Bereitschaft zum Risiko ab. Lassen Sie sich von uns beraten. Gemeinsam finden wir die passende Anlagestrategie für Sie. Hier können Sie direkt online einen Termin mit Ihrem Ansprechpartner vereinbaren.

Lesen Sie morgen in unserem Blog: 10 Tipps für Aktien-Anfänger.

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